Sonntag, 21. Februar 2016

40 Wochen schwanger.

Ich möchte die Schwangerschaft mit unserem dritten Kind gern hier auf dem Blog festhalten und ich freue mich, wenn ihr mich begleitet :)
Die Stichpunkte ganz unten habe ich von 
Julia übernommen, die gerade ihr zweites Baby erwartet :)

Vielleicht erwartet ihr auch gerade ein Baby und habt Lust eure Erfahrungen zu teilen?

***


Wahnsinn, so lange war ich noch nie schwanger!
Zum einen ist das ganz wundervoll, andererseits aber auch eine echte Nervenprobe für mich.

In den letzten Wochen habe ich vor allem Kraft getankt und die Vofreude auf unser Baby wachsen lassen. Besonders hingefiebert haben die Mädchen auf das Eingipsen meines Babybauches. Auch von den Schwangerschaften mit ihnen gibt es jeweils einen Abdruck und sie waren gespannt, wie das wohl gemacht wird.
Und ich muss sagen: Herr Halitha hat sich mal wieder selbst übertroffen! Auch nach über 5 Jahren wusste er noch genau, wie er ihn perfekt in Gips hüllt.
Nach dem Trocknen des Gipsbauches, habe ich ihn mit weiteren Gipsbinden von innen und außen auf einer Leinwand befestigt, erneut trocknen lassen und dann durften ihn die Kinder bemalen. Ich habe dann nur die Kringel ergänzt und ein wenig geholfen.






Und nun haben wir also drei dieser schönen Exemplare bei uns zuhause.
Von links nach rechts chronologisch: Der Bauch der Großen, der der Kleinen und der Bauch unseres Februarbabys.


Wie weit bin ich: 40. Schwangerschaftswoche (39+1)
Bauchumfang: 120 (+27cm)
Der beste Moment der letzten Wochen:
Da gab es so viele!
* Das gemeinsame Anfertigen des Gipsbauches.
*Das Erreichen von 37+0.
*Das Herumpoltern des Babyleins im Bauch und wie sehr die Kinder Anteil nehmen.
 *Der immer wiederkehrende Satz meiner Familie, wie sehr sie sich auf unser Baby freuen. Die Ungeduld und Nervosität. Eine spannende Zeit!






Heißhunger auf: Süßes und (gegartes) Sushi. Die große Salatlust ist verflogen.
Wehwehchen: Außer, dass der Bauch bei so gut wie fast allem im Weg ist, habe ich tatsächlich nahezu keinerlei Wehwehchen. Ich fühle mich richtig gut, bin jedoch oft sehr müde und schlafe daher, wann immer ich kann. 
Ich freue mich: Auf das Baby und die Geburt. Ich bin sowas von bereit. Wir wollen es nun endlich, endlich bei uns haben <3






Montag, 1. Februar 2016

Was braucht ein Baby?

Im Grunde braucht ein Baby nichts weiter als ein liebevolles Zuhause.
Milch, Wärme, Nähe.
Das Ganze drumherum braucht es nicht, sind wir mal ehrlich.

Dennoch haben wir einiges hier, das wir für das Baby bereitgelegt und vorbereitet haben und an dem ich euch gern teilhaben lassen möchte.
Als Antwort auf die Frage, was man brauchen oder eben auch nicht brauchen könnte.
Ganz undogmatisch, weil jeder andere Bedürfnisse und Wünsche hat.

Ich zeige euch also wie wir unser Baby auf dieser Welt empfangen.
Und obwohl ich zu Anfang dachte, dass wir ja gar nicht so viel benötigen ist es in der Summe doch eine ganze Menge!


*Kleidung*

Da unser Baby im Winter zur Welt kommt, habe ich fleißig gestrickt. Schlüttlis und Wollhosen und Mützchen. Bereits von den Mädchen sind sonst noch etliche Bodies, Flügelhemdchen und Schlafanzüge im Familienbestand sowie die schönen gestrickten Erstlingssöckchen und Engelskäppchen.
Genäht habe ich zwei kleine Anzüge ohne Fuß, ein paar Wickelhemdchen und Hosen, allesamt Ottobreschnitte der Ausgabe 04/2012.



Verstaut haben wir das ganze in einer Kommode im Wohnzimmer, in den praktischen Aufbewahrungsboxen vom Möbelschweden.




Auch genäht nach dem Schnitt Babushka aus der Ottobre 04/2011 habe ich einen Anzug aus feinem Engel-Wollflece. Ohne Fuß, dafür mit Extra Stiefelchen - perfekt für das Tragen im Tuch.





Zuletzt strickte ich noch einen klitzekleinen, wollenen Strampelsack.



Und zuletzt, aber ganz besonders wichtig, wie ich finde: Mützchen, die gut passen. In unserem Fall: Die klein genug sind und auch auf Mini-Köpfchen nicht verrutschen. Wir besitzen da eine ansehnliche Sammlung *räusper*




*Pflege*

Ich finde ja, dass Babys ganz großartig duften und sie nicht unnötig viele Pflegeprodukte benötigen.
Kokosöl, Heilwolle, Öl für den Babybauch, Wundschutzcreme und Engelwurzbalsam (den benutzt jedoch die ganze Familie). Was wir schließlich noch benötige kann sicher schnell vor Ort gekauft werden.
Badezusatz und Badeeimer stehen im Badezimmer bereit.




Zur Pflege gehören auch noch Windeln. In unserem Fall Stoffwindeln.
Über die gibt es ja schon einen eigenen Post.
Sie sind bei uns gemeinsam mit zahlreichen Spucktüchern und Waschlappen im Wickeltisch verstaut. Diesen Wickeltisch haben wir von einer befreundeten Familie vererbt bekommen, nachdem bereits deren 5 Kinder darauf gewickelt wurden! Danke, liebe M. :)



Damit es das Baby schön warm hat, gehört bei uns zuhause zur "Pflege" auch noch ein Heizlüfter. Dieser bringt unser kleines Badezimmer schnell auf eine angenehme Temperatur, beim Wickeln wird dem Baby nicht kalt und auch das abendliche nackig strampeln ist gleich viel gemütlicher.




*Kuscheln und Stillen*

Im Laufe der Zeit habe ich nicht wenige Decken genäht bzw. gehäkelt *lach*
Da wäre der Quilt von 2013, die Tragetuchreststückdecke und die Waldtier-Granny-Squares-Decke.
Letztere habe ich in den letzten Wochen noch einmal umhäkelt und von hinten gefüttert.
Nun freue ich mich sehr, dass all diese Herzblutstücke bald ein kleines Baby mitbenutzen darf.



Ein Stillkissen kann auch sehr nützlich sein.
Zum stillen oder auch um das Baby kurzzeitig darin abzulegen.




*Unterwegs*

Für den Fall der Fälle haben wir einen Kinderwagen. Diesen mochte jedoch keines unserer Kinder und wir werden sehen, ob auch unser Februarbaby das Tragen dem Schieben vorzieht. Ich freue mich jedenfalls schon sehr aufs Tragen einen kleinen Minibabys <3
Die Tragejacke habe ich ebenfalls frisch gewaschen und nach dem Tutorial von Melli noch etwas gepimpt.
Und weil wir ab und an im Auto fahren, steht auch die Babyschale inklusive Winterfußsack bereit.





*Schlafen*

Unser Baby wird kein eigenes Bett haben, sondern wie schon die großen Schwestern mit im Familienbett schlafen.
Außerdem habe ich ja auch eine Federwiege genäht und wir lassen uns überraschen, ob das Baby sie mögen wird. Die Federwiege kann bei Bedarf im Schlafzimmer oder auch im Wohnzimmer hängen.





Irre, dass in wenigen Tagen oder Wochen unser Baby bei uns sein wird!

Dienstag, 5. Januar 2016

Anleitung für eine Wollstrickhose nach Halitha :)


Vor ungefähr 2 Jahren lehrten mir meine Oma und meine Ma das stricken.
Da ich schon häkeln konnte, war es viel weniger schwer als ich immer dachte und schnell erschloss sich mir die unendliche Welt des Strickens. Stricken und Häkeln ist definitiv mein Beitrag zur Entschleunigung meines Lebens.
Und weil sich so viele die Anleitung gewünscht haben, kommt hier die Halitha-Wollhosen-Anleitung.
Ich muss dringend dazu sagen, dass ich stricke, wie ich auch nähe und filze usw: Irgendwie. Ich habe keine Ahnung von klassischen Arbeitsschritten und glaube daher, dass meine Anleitung leicht verständlich - auch für Anfänger - ist.
Sogar den Farbwechsel habe ich mit in die Anleitung genommen, damit ihr euch auch eine Regenbogenhose stricken könnt, wenn ihr möchtet. Sonst lasst den Farbwechsel einfach weg.

Die Hose strickte ich mit einem 4er Nadelspiel aus weichem Merinogarn der entsprechenden Stärke.
Die Hose ist eine Größe 56/62 mit einer
*Beinlänge (Beinbündchen bis Schritt) von 16cm.
* Gesamtlänge (Beinbündchen bis Brustbündchen) von 37cm bzw (Beinbündchen bis Träger) von 46cm.
*Breite (von einer Seite zur anderen Seite auf bauchnabelhöhe) von 21cm.

Solltet ihr die Hose für eine andere Größe stricken wollen, nehmt entsprechend mehr Maschen auf und strickt die Hose ggf. kürzer oder höher.

Los geht's!
(Ein Klick auf die Bilder vergrößert sie. 
Bei Fragen und/oder Unklarheiten fragt mich gerne. 
Für evtl. Fehler in der Anleitung hafte ich jedoch nicht!)



Die Hose wird von unten nach oben gestrickt. Ihr beginnt also mit einem Beinbündchen und strickt jedes Hosenbein vorläufig einzeln.

Schlagt 32 Maschen in lila an und legt sie auf das Nadelspiel: 8 Maschen auf jede Nadel und strickt im Bündchenmuster (re/li) 16 Runden.


In der 17. Runde werden nur noch rechte Maschen gestrickt und jede 2. Masche verdoppelt, d.h. zugenommen.
(Ich verdopple gern verschränkt, dazu gibt es auf Youtube gute Videos. Wie man es nun macht ist aber grundsätzlich egal.)
Es befinden sich also nun 12 rechte Maschen auf jeder Nadel, insgesamt sind es nun 48 rechte Maschen. 




Nun wird einfach weiter nach oben gestrickt, in Runden, allesamt rechte Maschen.
4 Runden lila.
20 Runden blau. 
12 Runden grün.

Damit sind beide Hosenbeine fertig und an einem könnt ihr den grünen Faden abschneiden, an dem anderen Bein lasst ihr ihn bitte und strickt dort weiter den "Steg" zwischen den Beinen. 





Hierzu strickt ihr die 12 Maschen auf einer der Nadeln des Nadelspiels in rechten Hinreihen und linken Rückreihen hin und her, d.h. glatt rechts.
Und zwar 14 Reihen


Legt beide Hosenbeine nebeneinander. So müsste das nun aussehen. Ein Hosenbein mit Steg (Faden nicht abschneiden!) , eines ohne.
Nun wird es ein bißchen knifflig. Ihr könnt den nächsten Schritt mit einer Häkelnadel (wie ich) erledigen oder auch mit einer Stopfnadel die beiden Hosenbeine zusammennähen.




Legt die Nadel, auf der der Steg liegt, sowie eine Nadel des Nadelspiels des anderen Hosenbeins parallel nebeneinander und verbindet (d.h. häkelt oder näht) die beiden Hosenbeine miteinander. Ich mache hierzu feste Maschen. 





Verbunden!


Nun müssen an dem Steg Maschen aufgenommen werden.
Dies klappt am einfachsten mit einer Häkelnadel der passenden Stärke. Für fast jede Reihe des Stegs wird eine Masche aufgenommen: 12 Maschen an jeder Seite des Stegs. 


Diese Maschen werden nun wieder auf das Nadelspiel oder eine kleine Rundstricknadel verteilt.
Insgesamt sind es nun 96 Maschen.
36 von jedem Hosenbein (insgesamt 72) und 24 durch die aufgenommen Maschen am Steg. 



Nun werden weitere 8 Runden rechte Maschen in grün gestrickt.



20 Runden gelb und 20 Runden orange.
Sowie 6 Runden rot



Nun folgt das Bauch- bzw. Brustbünden.
In der 7. roten Runde wird jede 2. Masche wieder abgenommen, d.h. jede 2. und 3. rechte Masche wird gemeinsam verstrickt.
Die 96 Maschen reduzieren sich auf diese Weise auf 72 Maschen.
Im Bündchenmuster (re/li) werden nun 8 weitere Runden (15 rote Runden sind es nun insgesamt) gestrickt.
In Runde 16 zwei Knopflöcher einarbeiten. 
Noch 3 weitere Runden in rot stricken (Runden 17, 18 und 19) und dann abmaschen. 


Die Träger können nun extra gestrickt und dann angenäht werden.
Ich habe sie direkt hinten an die Hose angehäkelt. 45 Reihen fest Maschen. 



Fertig! :)

Ich habe nach der Anleitung von Wolllong noch ein passendes Schlüttli sowie eine Zwergenmütze nach Kirschkernzeit gestrickt. Damit ist das regenbogenbunte Outfit perfekt <3

Nach meiner Anleitung habe ich noch weitere Hosen gestrickt - die zeige ich euch in einem anderen, bald folgenden Post zur Erstausstattung für unser Winterbaby.